Reha-Maßnahme – Physiotherapie

Man hört und liest es ja oft „Durch die Bettlägrigkeit werden Muskeln abgebaut, der Kreislauf wird geschwächt.“
Und deshalb wird empfohlen, so schnell wie möglich mit der Mobilisierung zu beginnen.

Schon während der Behandlung im Krankenhaus wurden bereits physiotherapeutische Maßnahmen durchgeführt. Ich wurde regelmäßig von einer Physiotherapeutin besucht, und wenn ich ‚konnte‘, wurde mit ihrer Hilfe ein wenig trainiert (geübt).
Zunächst war es „nur“ ein Beintraining an einem Ergometer – dieser hatte zwar einen Computer, jedoch keinen Fahrradsattel – ich saß auf einem separaten Stuhl davor. Nach einiger Zeit ging ich dann mit Hilfe durch die Physiotherapeutin ein paar Schritte auf dem Stationsflur. Später durfte / sollte ich die Treppe von zwei Etagen bewältigen. Das ging so leidlich und war recht anstrengend.

Bei einer Treppenbesteigung ereignete sich dann Folgendes: Auf der Plattform der ersten Etage konnte ich (und meine Beine) nicht mehr und ich wollte mich hinsetzen. Ich sank dann auf den Fußboden. Meine Begleitung stützte mich mit ihren Beinen ab, sodass ich recht sicher saß. Nun wollte ich wieder aufstehen, aber konnte es nicht. Auch nicht mit Hilfe der Physiotherapeutin. Jetzt wurde eine vorbeigehende Schwester um Hilfe gebeten und ein Rollstuhl für den ‚Heimweg‘ zu meinem Krankenbett organisiert.

Zu Hause geht’s weiter
Nach Behandlungsende und Entlassung aus dem Krankenhaus ging es dann auch gleich los. Wöchentlich zweimal habe ich nun einen Termin in einer Physiotherapie-Praxis.
Meine Frau Ute ist dann wieder mal der Fahrdienst.
Die dort tätigen Physiotherapeutinnen haben anfangs ’nur‘ Bein und Arm der schlechten Seite massiert und Beinstreck-Übungen vorgenommen. Ich lag lediglich auf der Behandlungsliege, was mir sehr entgegen kam.
Anfangs dachte ich „Noch ein paar Termine bei den Physiotherapeutinnen, jetzt nach Behandlungsende, und meine motorischen Beeinträchtigungen sind weg.“ Von wegen!
Ich musste lernen und ‚verdauen‘ das es noch eine Weile dauert, und dass, es ohne mein dazutun, sowie regelmäßige Termine in der Physiotherapie-Praxis, nichts wird.
Dann hieß es Gegendruck und Spannung halten, jeweils mit Arm und Bein.
Irgendwann testete ich den Einsatz von Gewichtsmanschetten (Beine und Handgelenke). Gewichtsmanschetten sind für Konditionstraining und Kraftausdauer geeignet.
Es haben sich aber nach ein paar Tagen Kniegelenkschmerzen bzw. Schulterschmerzen eingestellt. Entweder habe ich den Zeitrahmen, mit einem ganzen Tag Tragedauer, übertrieben, oder meine Gelenkmuskeln sind noch nicht für solche Manschetten geeignet?

Neben den Beinstreck-Übungen mit Gegendruck und Spannung sind Übungen an der Sprossenwand angesagt; ich stehe dann auf einer Balance-Matte und soll abwechselnd (gleichzeitig geht ja nicht) den linken und rechten Fuß auf die erste Sprosse heben. Das Ganze dann ohne Festhalten, mit offenen und geschlossenen Augen.
Auf- und Absteigen auf dem Trampolin, sowie kleine Schrittübungen (wie Zumba, jedoch langsamer und ohne Musik).

Eine Nackenmassage war auch nötig, da ich nur eingeschränkt eine Kopfdrehung nach rechts und links vornehmen kann.

Immer wieder wurde betont, dass ich zu Hause gewisse Übungen machen könne. Balanceübungen (kleinere, einfache Übungen), sowie Auf- und Absteigen auf dem Trampolin finden nun auch zu Hause statt. Auch ein kurzer Spaziergang ist schon machbar.

Im Reha-Aufenthalt in Reichshof-Eckenhagen
machte ich zunächst Bekanntschaft mit Arm- und Beintrainer, die die Kraft und Ausdauer verbessern sollten. In den letzten beiden Wochen stieg ich dann auf ein Fahrradergometer um.
Von Anbeginn des Reha-Aufenthaltes wurde im sogenannten Kraftraum (Muckibude) an 4 Geräten (Arm- und Beinstrecker, Beinpresse, Gerät zum Aufbau der Rückenmuskulatur) ein Übungspensum bestritten.
Als feinmotorische Handtrainer wurde ein Igelball, sowie medizinische Knete benutzt.
Balanceübungen auf einer Matte und an der Sprossenwand waren Bestandteil der physiotherapeutischen Maßnahme. Mit Unterstützung wurde auch das Treppengehen geübt – in der letzten Aufenthaltswoche ging ich alleine, langsam und immer eine Hand am Handlauf, die Treppen herauf und herab. Jedesmal war ich aus der Puste.

Geplant
ist auch der Einsatz eines Fahrradergometers hier zu Hause.
Spaziergänge werden wohl ausgedehnt werden und das Ball zuwerfen wird verstärkt.

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